20. Februar 2011

ein lazy Tag in Paris

Kategorie: Paris | Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen — karlheinz @ 13:28

Salut mes amies,

und wieder hat der einteilende Herr H. es gut mit mir gemeint und schickt mich nach Paris. Yeeeepppp!

Also schnell ne Tageskarte für ungeheure 6,10 Euro gekauft und los gehts…. vom Nordbahnhof per pedes nach “Chapelle” Metro. Auf dem Weg dorthin lauter indische Geschäfte, ich staune und frage mich, ob mir so ein Teil wohl stehen würde?

3 Stationen fahren bis Station “Anvers”und rauf gehts zum Montmatre zahllose Treppen hinauf zur Sacre Coeur. Man kann natürlich faul sein, ne halbe Stunde warten und sich per Kabelbahn hinauffahren lassen. Ich wählte die sportliche weil schnellere Alternative.
da musste durch karlheinz....
bis das grosse Ziel erreicht ist! Sacre Coeur!
karlheinz vor Sacre Coeur

aber vor allem um den Malern am Place du Tertre zuzuschauen.
Place du Tertre

In einem alternative Parisführer habe ich mich vertraut gemacht, welche strengen Richtlinien gelten, um da als Maler Kleksel werken zu dürfen…..

Es sei verboten, ein signiertes oder gar fertiges Bild auf der Staffelei zu haben. Jedes Ölgemälde muss eine feuchte, farbfrische Stelle aufweisen. Dieses Verbot haben angeblich die umliegenden Kunsthändler durchgesetzt, die Künster sollen nicht handeln, sondern malen :-)

Es ist verboten, ein Bein der  Staffelei ausserhalb des genehmigten Areals aufzustellen..  Wenn Platz voll, dann voll. Wer zurest kommt, malt zuerst :-)

Desweiteren sei es verboten, sich mehr als 3 Meter und länger als 10 Minuten von seinem öffentlichen Arbeitsplatz zu entfernen. Dadurch solle, sicherem Vernehmen nach, die in Künstlerkreisen häufige Trunksucht eingedämmt werden…

Desweiteres ist es verboten, den Passanten aktiv Bilder zum Kauf anzubieten. So sieht also das freie und ungebundene Künstlerleben von Montmatre aus.
die Maler am Place Tertre
Dann fuhr ich mit einem kleinen Bus die engen Gassen wieder hinunter bis zu seiner Endstation “Place Pigalle”. Da hat man ja schon soooooooo viel von gehört, so beschloss ich, mich auch hier kurz umzuschauen.
Angesteckt von dem was man aus alten Liedern so kennt, erwartet man sonstwas…

Bonjour Tristesse, zumindest bei Tage die traurige Realität!
Pigalle Pigalle, das ist keine grosse karlheinzfalle mitten in Paris
Nix wie weg!!

mit der Metro fahren macht richtig Spass, man wartet nicht ewig wie bei uns und es wird manchmal auch was geboten. In einer Linie gabs sogar eine richtige Show:

man beachte das aufgeregte Interesse der Fahrgäste….
wie auch immer, mir gefällts und schon ist der Fototermin am Arc de Triumphe erreicht:
Arc de Triumphe

nächstes Ziel: Fototermin am Eiffelturm! Aussteigen am Trocadero mit gutem Fotoblick *fg*
Karlheinz am Eiffelturm
Ganz in der Nähe, bezeichnenderweise in der “Wasserstrasse” (Rue des Eaux)!!! findet sich versteckt das Weinmuseum! Da muss ich hin!!!!
vor dem Weinmuseum Musee du vin
Merde… die wollen ernsthaft 11,90 Euro Eintritt!!! Ich glaub, die haben selber zu tief ins Glas geschaut! Wieviel Wein kann man denn dafür kaufen?????? Nix da, ich gehe!
Aprpos Wein, ich passiere eine Weinhandlung, schaue mal rein, aber da verkauft man nur alte und damit teure Weine. Jahrgänge 1929, 1958 ecc. Viel Staub auf den Flaschen, ob da drin überhaupt noch Wein ist oder schon essig wird wohl niemand erfahren. Wer macht so eine Flasche schon auf????
alter Wein in alten Flaschen. Kommt der Begriff
na ja, nachher suche ich noch meine Stammbar auf um ein Pröbchen einzunehmen!

Noch ein kleiner Spaziergang durch St. Germain de Pres, mit dem Bus hinüber zur Bastille und dann suche ich wieder meinen Lieblingsplatz von Paris auf, eine Insel der Ruhe: “Place des Vosges”

danach eine kleine Weinpause (ungefähr 1/3 Eintritt Weinmuseum wert) in der Rue des Archives, den Leuten zugucken.
ein Rosewein ist schon fein
Von hier ist es nicht weit zum Centre Pompidou, dem Kulturzentrum. Kurzer Blick hinein

und dann via Boulevard de Sebastopol Richtung Nordbahnhof. Nun ist es schon wieder halb sieben und gleich geht der wahre Stress weiter….Rückfahrt im Dienst nach Hamburg.
Wie hiess es im Titel? Ein lazy Tag in Paris???? Da besteht Änderungsbedarf!

Mehr Parisfotos? Voila….

dazu dann noch mein derzeit liebstes Parislied hören…. Viel Spass!

2. November 2008

ein Wochenende in Paris

Kategorie: Paris, Kurztrips | Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen — karlheinz @ 22:35

Schön, wenn man Zeit und eine günstige Mitfahrgelegenheit nach Paris hat, so soll man das nutzen!

Nur, das es ausgerechnet an dem Tag regnet wie aus Eimern, lieber Petrus, das ist nicht nett. Aber man soll ja das Beste aus jeder Situation machen und positiv an die Sache herangehen, bei Regen sind nicht so viele Touris auf der Strasse. Ausserdem, bei Sonne kann ja jeder…..

ok, also nach einem typisch französischen Frühstück in einem Bistro nahe Nordbahnhof gehts also los. Regenschirm aufgespannt, Kamera schussbereit in der Tasche und zu Fuss los, von Boulevard Margenta kerzengerade die Rue du Faubourg, weiter die Rue de St. Martin bis zum Centre Pompidou,
Paris, Aussenansicht Centre Pompidou
dem bombastischen modernen Kunstzentrum. Drinnen ein wenig abtropfen und bummeln, nette Verkaufsstände, eine Riesenbuchhandlung vertreiben die Trockenzeit.

Mittagshunger, aber wohin ohne gleich ein Vermögen auszugeben? Gleich gegenüber gibt es einen “Monoprix” Supermarkt. Der Clou darn: man dark offiziell essen und trinken, was man da gekauft hat! An der Kasse gibts Einwegbesteck, ein Tisch mit Sitzgelegenheiten davor, ist schon eine tolle Idee!

Mittlerweile hört der Regen auf und es geht weiter zu Fuss an dem bunten Stravinski-Brunnen mit seinen verspielten Plastiken vorbei geht es weiter, immer noch zu Fuss(!) zum Rathaus, das im französischen “Hotel de Ville” heisst, was bei manchem falsch interpretiert wird. Eiin imposanter Bau, dennoch “nur” Zwischenstation auf dem Weg zur Kathedrale Notre Dame. Übrigens gilt der Vorplatz von Notre Dame nicht nur das Zentrum von Paris, sondern ganz Frankreichs. Von hier aus werden alle Entfernungen gemessen. Gewaltig (überlaufen) der Innenraum. Um hineinzukommen muss man sich in eine Schlange einreihen, die sich über den gesamten Vorplatz erstreckt.

Mit der Metro schnell erreicht wird die berühmte Champs Elysees, von der die Pariser sagen, keine andere Stadt der Welt verfüge über solch einen Prachtboulevard. Da könnten sie recht haben. Auf alle Fälle eine Galerie der Eitelkeiten, Leute anzuschauen ist fast genauso interessant wie die Strasse und der Blick zum Triumphbogen selbst.

Hauptattraktion ist natürlich der Arc de Triumphe, zu dem sternenförmig mehr als 10 Strassen hinführen. Der Platz heisst daher auch Etouile, Stern.

Auch hier gilt, besonders bei Nacht entfaltet das alles seine wahre Pracht! Vor allem in der Weihnachtszeit ist das hier ein gigantisches Lichtermeer

Nach einem Cafe´creme endlich mal wieder Metro fahren, Ziel Eiffelturm. Was wäre Paris wohl ohne? Eigentlich hatte man ja damals vor, das “hässliche” Teil nach der Weltausstellung 1889 wieder abzutragen. Doch man gewöhnte sich an den Turm und dank der Antenne auf seiner Spitze bekam er auch noch eine praktische Funktion. Weitere Highlights der Baugeschichte etc entnehme man bitte diversen Reisebüchern, hier würde der Rahmen sicherlich gesprengt. Man sieht auch hier weider gleich 4 Schlangen, die jeweils den Kassenhäuschen zustreben. Wer meint, der Turm wäre nun eine Art Gelddruckmaschine möge sich mal vergegenwärtigen, was der Unterhalt kostet. Alle 4 Jahre wird das Teil neu gestrichen wegen Rostvermeidung. Beängstigent fand ich die massive Polizei und Miltärpräsenz, mit Wumme im Anschlag. Klar, so eine Attraktion mag sonst Spinner jeglicher Art anziehen. Hoffen wir das Beste….

Wer kann, möge in der Dämmerung zum Turm kommen, sich in den den dahinterliegenden Park begeben und dann zusehen, wie langsam die Beleuchtung angeht und dann in der Turm in magischem Blau erstrahlt…. Wem da nicht das Herz schmilzt…
heute in strahlenden Blau unser Eiffelturm
Nach einem Abendessen in einer Pizzeria nahe dem Eiffelturm wieder mal Metrofahren in den Abend hinein mit einem Höhepunkt: man steige aus an der Station “Anvers” und erklimme die 200 Stufen zum Montmatre zur Terasse vor der Kirche Sacre Coeur. Eine gewaltige Aussicht, ganz Paris liegt einem zu Füssen! Und die Kirche selbst ist grandios, ihre weisse Kuppel und Campanile sind  von der Stadt aus überall sichtbar.
..
Übrigens ist die Kirche noch gar nicht sooooooo alt, gebaut zwischen 1876 bis 1914.Mit diesem grandiosen Ausblick geht der Tag zu Ende, er endet im schönen Hotel Magenta, das ich supergünstig online vorher reserviert habe.

Nach der Rennerei des Vortages, gut ausgeschlafen und mit einem umfangreichen Frühstücksbuffet im Hotel will ich den Sonntag ruhiger angehen lassen. Fussweg zur nahegelegenen Metro “Republique”, Fahrt zur Seine. Da fällt mir an der Metrostation  “Pont dÀlma” ein Wegweiser zur amerikanischen Kathedrale auf. Also die “Avenue George V” hinaufspaziert, an der schwer bewachten chinesischen Botschaft vorbei. Da erhebt sich ein durchaus eindrucksvolles neugotisches Gotteshaus. Beim Eintreten höre ich den Chorus üben, er wird den um 11:00 beginnenden Gottesdienst mit eindrucksvollen Gesängen feierlich begleiten.

Nach diesem Gottesdienst spaziere ich wieder zurück zum Seineufer und wundere mich über den Menschenauflauf direkt an der Brücke “Pont d´Alma”. Ein Denkmal, Na klar, hier geschah der tragische Unfall von Lady Di.
das Denkmal an den Unfallort Lady Diana Pont d´Alma

Mit Eiffelturmblick geht mein Spaziergang weiter am Seineufer entlang, die Avenue New York folgend. Mein Ziel ist aber nicht der Eiffelturm, sondern die Freiheitsstatue. Nanu? Spinn er jetzt? Die steht doch in New York. Eben. Aber da sie ein Geschenk Frankreichs an New York war, steht eine Kopie mitten in der Seine am Ende der Ile des Cygnes. Hier liegen auch einige Restaurantschiffe.
Freiheitstatue in der Seine

Bin dann mit der Bahn wieder ins Zentrum, Richtung Hotel de Ville. Von dort kann man schön durch alte Gassen spazieren. Zu finden zwischen Rue Rivoli und der Seine erstreckt sich ein wirklich schönes Viertel, alles Fussgängerzone rund um die Rue de Temple. Sehen und gesehen werden, ein Glas Wein im Bistro, der ältesten (?)Pariser Boyband lauschen

und dann eine wahre Ruhezone erreichen, Place des Vosges:
eine Insel der Ruhe mitten in Paris, Place Vosges
Ein schöner Platz in Form eines geschlossenen Vierecks. Harmonisch umgeben von den Fassaden von 36 gleichmässiger Adelpaläste im dezenten hellrot. Überall Parkbänke laden zum Verweilen ein.

Nicht weit ist es dann zur Place Bastille, wo das Gefängnis stand. Hier begann die französische Revolution mit der Erstürmung eben dieser Bastille. Heute ist der Platz dominiert von einer Siegessäule und der modernen Bastille Oper.

Den Abschluss des Tages soll ein gewaltiger Platz bilden, la Place Concorde:
Place Concorde bei Abendlicht
Allein die Lichter hier, aber auch der herüberleuchtende Eiffelturm sind schon ein (abendliches) Verweilen wert.

Und damit enden 2 Tage in Paris, man bräuchte natürlich Wochen, um alles zu sehen. Aber es sollte ja nur ein Spaziergang und keine Studienreise sein.

Mag sein, das wir uns mal in Paris treffen? A Bientot!

Noch ein paar Photos aus Paris? Voila, hier ist eine kleine Gallerie:


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