20. Mai 2009
Mit Freund Udo habe ich mich auch dieses Jahr wieder auf den Weg gemacht, zuerst nach Münster am Morgen des 12. Mai. Vorbereiten des Sonderzuges 1, der dann am Nachmittag voll beladen und becatert nach Hamburg Langenfelde Betriebsbahnhof geführt wurde. Erste Übernachtung also im leeren Zug, aber mit der ganzen Crew des Militärs und der Bewirtschaftungsfirma.
Am Morgen des 13. Mai geht es dann los, ab Hamburg Altona über Bremen, Unna, Koblenz nach Saarbrücken, wo ein Gottesdienst den eigentlichen Beginn der Wallfahrt setzte.
Nachtfahrt über Metz, Lyon, Narbonne, Toulouse nach Lourdes, wo wir dann gegen 16:30 eintrafen. Bis ca. 3:00 in der Nacht war Highlife im “Sambawagen”

Vor Ort in Lourdes zur Ankunft bescheinige ich eine Superorganisation, innerhalb kurzer Zeit waren alle 442 Soldaten in Busse zu ihren Hotels bzw. ins Zeltlager verteilt.
Wahrlich “dreckig” ging es den armen Kerlen im Zeltlager, so wie schon 2008 hatte es stark geregnet und das ganze Gelände war arg verschlammt, so sehr, das Holzpaletten für einen provisorischen und leidlich trockenen Weg zu den Zelten verlegt werden mussten.

Der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch, zumal ab dem 2.Tag die Sonne durchkam.
Der 2. Tag stand im Zeichen einer Hl.Messe an der Grotte, Höhepunkt war sicherlich die Taufe eines Soldaten durch den Militärbischof Mixa

Ansonsten glich das Programm ziemlich demjenigen von 2008, immer wieder Musik und Parties in den Strassen von Lourdes bis morgens um vier, Gottesdiensten, Prozessionen und Paraden. Wie z.B. die Parade anlässlich der Abschlussveranstaltung am Sonntagnachmittag:

Eine solche Parade und überhaupt der ganze Ablauf erfordert natürlich eine genaue Planung und Organisation, dem Organisateur is nix zu schwör:

Ein Fahnenmeer in Lourdes, auch die Fahne Niedersachsens kam zu Ehren:

Am Sonntagnachmittag lud das bp zum Empfang ins Hotel Panorama, Ehrengast war natürlich der Militärbischof Mixa:

Ein weiterer Höhepunkt war wie alljährlich das grosse Konzert des Luftwaffen Musikkorps Münster in der grossen Bernadettekirche.
Und am Montag ging es dann wieder heim, der Bahnhof glich wieder einem Heerlager,

aber auch da war die Organisation wieder hervorragend gelöst, die Züge fuhren im Stundentakt ab, zackige Militärmusik spielte zum Abschied auf.
und hier noch ein paar fotografische Impressionen:
spanischer Bischof beim Entzünden einer Kerze:

alles wird getauscht:

dieser hier auch….

im Zeltlager:


zur Ausbildung bei der Bundeswehr:

Und die Musi spielt:

auch die kleinsten kommen:

Fahnenparade:

Und zum Abschluss am Bahnhof spielt die Tuba:

Ich sage nur: Auf Wiedersehen, Lourdes, bis 2010!
27. Oktober 2008
Mit dem Hotel habe ich wieder Glück, das “Florida” ist mir wohlbekannt als gutes Haus, die Gruppe scheint sehr nett zu sein. Ein Teil davon ist eine geschlossene Gruppe um den Pfarrer Franz Schmidt aus Reißing. Wir zwei haben schnell Freundschaft geschlossen, sein Humor gefällt mir gut. Zum Abendessen mal einen Wein spendiert, und schon ernte ich ein Liedchen vom ihm: “Er ist ein guter Freund….” Die Grundlage für eine schöne Gemeinschaft ist gelegt.
Das Programm dieser Tage ähnelt sehr dem der anderen Lourdesreisen, Eröffnungsgottesdienst in der Rosenkranzbasilika, Sakrament-und allabendliche Lichterprozession, Stadtrundgang mit Stadtpfarrkirche, Cachot, Geburtshaus der Bernadette, Elternhaus, Kaffeepause in der eigentlichen Innenstadt von Lourdes.
Gfreut hat mich das Wiedersehen mit Udo, den ich schon von der Militärwallfahrt her kenne und seinerzeit sehr zu schätzen gelernt habe. Wir haben viel miteinander unternommen. Einen Abend sind wir zwei zum Bahnhof, in totaler Dunkelheit und bei strömenden Regen den Abstellgleisen entlang zum abgestellten Zug getastet. Das Serviceteam der Reisebetreuungsfirma hat uns eingeladen, sie machten dort eine kleine Party. Der Koch und der Oberkellner sind wahre Spassvögel, ich staune, das sie noch für keine Castingshow entdeckt wurden, Die Zwei haben Gags hingelegt, das sich die Balken bogen!!! Waaaaahnsinn, ich habe lange nicht mehr so gelacht! Und: trotz Abendesssen im Hotel gabs nochmals gut zu essen und zu trinken. Oh je…… Lustiger Abend!
Schön auch die beiden Ausflugsnachmittage. Einen Tag gings in die Pyrenäen, über die Pont Napoleon nach Gavarnie, einem mehr als beeindruckenden Talkessel. Den Bergkamm bildet schon die spanische Grenze, an der Felswand stürzt sich ein 442 m hoher Wasserfall herab. Leider sind wir schon sehr am Ende der Saison, der Ort ist schon ziemlich winterlich verlassen. Ausserdem hängen die Wolken tief und es regnet. Schade.
Den Abschluss bildet ein Abstecher zur Kirche des Hl.Savin, eine kleine Kirche, die mehr als beeindruckend ist, schon allein durch ihre Lage in diesem winzigen Ort und durch die vielen Baustile, die sich in ihr vereinen.

Ein weiterer Ausflug am nächsten Tag führt uns in die Tropfsteinhöhlen von Betharram,

ein Führer, der sehr an Louis de Funes erinnert bleibt in Erinnerung! Eigentlich gibt es die Führung per deutschsprachigen Tonband, das eben dieser Guide bedient, aber seine Kaspereien dazu waren einfach göttlich! Nach den eigentlichen Grotten fährt man ein wenig Drachenboot auf inem unterirdischen Kanal und die Besichtigung endet mit der rasanten Fahrt in einem unterirdischen Bähnchen.
So gehen schöne Tage zu Ende, die Rückfahrt ruft. Am Bahnsteig spielt eine Blaskapelle und ich nehme mir die Freiheit, mit einer Pilgerin am Bahnsteilg ein Tänzlein zu wagen.
Auch auf der Rückfahrt wieder: Abendessenservice! Diesmal aber “nur” Schnitzel, besser stapelbar und so brauchen wir nur eineinhalb Stunden, um alle zu versorgen!
Abends komme ich ins Gespräch mit Wolfgang, der in Regensburg einen Friseursalon betreibt. Während eines sehr netten Gesprächs mit dem einen oder anderen Glaserl Wein erfahre einiges über diese Branche und lerne jemand sehr Interessantes kennen! Gerne möchte ich diesen Kontakt über unsere Reise und diesem Gespräch, zu dem am nächsten Morgen noch Sylvia dazukommt, weiterführen. Sylvia kommt aus München und ist Sängerin mit einer Wahnsinnstimme.. Sie hat die Gottesdienste durch ihren Gesang bereichert, ist sehr sympatisch und dem Spass des Lebens ebenfalls sehr zugetan. Ich ahbe sie mal mit Heiner telefonieren lassen, seitdem kennt sie auch “Nordsehl” Sie gibt auch Konzerte und verkauft auch ihre CD´s. Hier ein Link zu Ihrer Webpage
Kleine Panne am Schluss: Der Zug fährt dann mal einfach durch Aschaffenburg durch, obwohl dort Leute aussteigen wollten. Was im Regelbetrieb der DB eine mittlere Katastrophe darstellen würde, ist hier kein Problem: kleiner Dienstweg und der Zug setzt rückwärts zum Bahnsteig zurück. Es geht also doch.
Und in Regensburg geht eine wunderschöne segensreiche Reise zu Ende, bei der ich einige liebe Menschen habe kennenlernen dürfen. Ich bleibe noch bis Sonntagmorgen im schönen Regensburg. Darüber wird an anderer Stelle zu berichten sein.