22. Mai 2008
puh, ein langer Tag wartet auf uns, planmaessige Ankunft in Lourdes erst gegen 20:30 !!!

Also, erstmal gemeinsam mit dem Team im Gesellschaftswagen fruehstuecken, Hotellisten vervollstaendigen etc.
Wir fahren ueber Lyon, Narbonne nach Toulouse, wo wir fast zwei Stunden (!) stehen. Erst darf keiner raus, dann aber gibt die militaerische Leitung aus, das man aussteigen darf, aber nur am Bahnsteig. Fuer doch immerhin eine halbe Stunde Freigang.
Im ganzen Zug herrscht Rauchverbot, aber um denoch eine Möglichkeit zu bieten, wird in jedem Zug ein IC-Sitzwagen als Raucherwagen in der Zugmitte mitgeführt. So kann man sich auch als Raucher im Zug treffen und Freundschaften schliessen. Guck mal, was den Miltiärs da als Aschenbecherlösung eingefallen ist:

Weiter geht es nach Tarbes, wo 2 Wagen voller Englaender un Norweger ausgeladen werden, ja, Lourdes ist voll und so haben sie nur dort eine Unterkunft gefunden.
Triumphaler Einzug am Bahnhof Lourdes:
zackige Marschmusik, der Direktor des bp und andere eilen mit Tabletts voll guten Weines zur Begruessung von Fenster zu Fenster und dann verlassen 300 people den Zug; die Haelfte zieht in ein Zeltlager oberhalb der Stadt, die andere wird per Bus in verschiedene Hotels fefahren; WOW: Top-Orga, ruckzuck war der Bahnhof wieder frei!

Jetzt bin ich wirklich aufgeregt, was wird mich erwarten?!
21. Mai 2008
Aaaauufsitzen!
puenktlich um 7:31 folgen 400 Soldaten dem Befehl in Nuernberg zum Einsteigen in den Sonderzug 3 nach Lourdes.

Parallel laufen noch 2 weitere Zuege, einer ab Kiel und der andere kommt von Berlin.
Als blutiger Zivilist, ich bin da wohl der Einzige…. muss ich mich erst an die Kommandostrukturen gewoehnen: da gibt es einen Zugspiess, einen militarischen Leiter, natuerlich einen wortgewaltigen Militaergeistlichen, der das eigentliche Sagen hat *fg*, in jedem Wagen ist ein Wagenaeltester anzutreffen und so. Aber dank meiner Lehrherren Stefan im Zug 3 und spaeter Reinhardt im Zug 1 fuchse ich mich da etwas rein und eigentlich sind die da alle superlocker drauf!
Bin mal gespannt und aufgeregt, was die naechsten Tage so bringen und was fuer Leute ich kennenlernen werde.
Der Zug hat viele Zustiege in Muenchen, Augsburg, haelt aber auch in Regensburg und anderen Stationen.
In Rastatt bei Karlsruhe steigen wir alle aus und ziehen durch die Stadt zum Eroeffnungsgottesdienst.

Durch die Stadt??? Nein: kurzfristige Aenderung, da in der Stadt Kleinkunstfestival ist, hat man kurzfristig eine andere Kirche ausgesucht und nun marschieren 405 Soldaten durch einen Park und ein kleines Wohngebiet zur neuen 12 Apostel-Kirche. Deren Pfarrer weist uns den Weg, hoch zu Ross *fg*, per Rad;
Eine sehr schoene wuerdige Feier, auch dank des phantastischen Chores, der uns begleitet.
Nach der Messe noch freie Zeit fuer alle, bis der Zug dann um 21:09 weiterfaehrt.
Klaus, ein Techniker von BTE sowie dann auch ich duerfen schweren Herzens um Mitternacht Zug3 verlassen, da wir dringend im Zug 1 gebraucht werden.
Man hoert ihn schon vom weitem vor der Einfahrt im Bahnhof Strassbourg dank der Bombenstimmung im Sambawagen.
Wir fühlen uns aber auch sofort in diesem Zug recht wohl. Eine wohlverdiente Nachtruhe im Liegewagen erwartet uns, schön das Reinhardt schon Bettili vorbereitet hat.