Salut mes amies,
und wieder hat der einteilende Herr H. es gut mit mir gemeint und schickt mich nach Paris. Yeeeepppp!
Also schnell ne Tageskarte für ungeheure 6,10 Euro gekauft und los gehts…. vom Nordbahnhof per pedes nach “Chapelle” Metro. Auf dem Weg dorthin lauter indische Geschäfte, ich staune und frage mich, ob mir so ein Teil wohl stehen würde?
3 Stationen fahren bis Station “Anvers”und rauf gehts zum Montmatre zahllose Treppen hinauf zur Sacre Coeur. Man kann natürlich faul sein, ne halbe Stunde warten und sich per Kabelbahn hinauffahren lassen. Ich wählte die sportliche weil schnellere Alternative.
bis das grosse Ziel erreicht ist! Sacre Coeur!
aber vor allem um den Malern am Place du Tertre zuzuschauen.
In einem alternative Parisführer habe ich mich vertraut gemacht, welche strengen Richtlinien gelten, um da als Maler Kleksel werken zu dürfen…..
Es sei verboten, ein signiertes oder gar fertiges Bild auf der Staffelei zu haben. Jedes Ölgemälde muss eine feuchte, farbfrische Stelle aufweisen. Dieses Verbot haben angeblich die umliegenden Kunsthändler durchgesetzt, die Künster sollen nicht handeln, sondern malen
Es ist verboten, ein Bein der Staffelei ausserhalb des genehmigten Areals aufzustellen.. Wenn Platz voll, dann voll. Wer zurest kommt, malt zuerst
Desweiteren sei es verboten, sich mehr als 3 Meter und länger als 10 Minuten von seinem öffentlichen Arbeitsplatz zu entfernen. Dadurch solle, sicherem Vernehmen nach, die in Künstlerkreisen häufige Trunksucht eingedämmt werden…
Desweiteres ist es verboten, den Passanten aktiv Bilder zum Kauf anzubieten. So sieht also das freie und ungebundene Künstlerleben von Montmatre aus.
Dann fuhr ich mit einem kleinen Bus die engen Gassen wieder hinunter bis zu seiner Endstation “Place Pigalle”. Da hat man ja schon soooooooo viel von gehört, so beschloss ich, mich auch hier kurz umzuschauen.
Angesteckt von dem was man aus alten Liedern so kennt, erwartet man sonstwas…
Bonjour Tristesse, zumindest bei Tage die traurige Realität!
Nix wie weg!!
mit der Metro fahren macht richtig Spass, man wartet nicht ewig wie bei uns und es wird manchmal auch was geboten. In einer Linie gabs sogar eine richtige Show:
man beachte das aufgeregte Interesse der Fahrgäste….
wie auch immer, mir gefällts und schon ist der Fototermin am Arc de Triumphe erreicht:
nächstes Ziel: Fototermin am Eiffelturm! Aussteigen am Trocadero mit gutem Fotoblick *fg*
Ganz in der Nähe, bezeichnenderweise in der “Wasserstrasse” (Rue des Eaux)!!! findet sich versteckt das Weinmuseum! Da muss ich hin!!!!
Merde… die wollen ernsthaft 11,90 Euro Eintritt!!! Ich glaub, die haben selber zu tief ins Glas geschaut! Wieviel Wein kann man denn dafür kaufen?????? Nix da, ich gehe!
Aprpos Wein, ich passiere eine Weinhandlung, schaue mal rein, aber da verkauft man nur alte und damit teure Weine. Jahrgänge 1929, 1958 ecc. Viel Staub auf den Flaschen, ob da drin überhaupt noch Wein ist oder schon essig wird wohl niemand erfahren. Wer macht so eine Flasche schon auf????
na ja, nachher suche ich noch meine Stammbar auf um ein Pröbchen einzunehmen!
Noch ein kleiner Spaziergang durch St. Germain de Pres, mit dem Bus hinüber zur Bastille und dann suche ich wieder meinen Lieblingsplatz von Paris auf, eine Insel der Ruhe: “Place des Vosges”
danach eine kleine Weinpause (ungefähr 1/3 Eintritt Weinmuseum wert) in der Rue des Archives, den Leuten zugucken.
Von hier ist es nicht weit zum Centre Pompidou, dem Kulturzentrum. Kurzer Blick hinein
und dann via Boulevard de Sebastopol Richtung Nordbahnhof. Nun ist es schon wieder halb sieben und gleich geht der wahre Stress weiter….Rückfahrt im Dienst nach Hamburg.
Wie hiess es im Titel? Ein lazy Tag in Paris???? Da besteht Änderungsbedarf!
dazu dann noch mein derzeit liebstes Parislied hören…. Viel Spass!