Nun sind auch die Schlipsträger bei der italienischen Eisenbahn auf dem Trip gekommen, erfolgreiche Züge kaputtzumachen und somit für den Fahrgast unattraktiv.
Bis 2008 fuhr der EuroCity 85 “Michelangelo” als einziger Tageszug direkt von München bis Florenz und weiter nach Rom. Für Städtereisende eine prima Sache.
Der Zug war immer gerammelt voll, Florenz und Rom sind halt gerade bei uns Topziele. Gerade bei mir, mit meinen bp-Gruppen, so wie auch wieder gerade letzte Woche.
Aber warum soll man eigentlich direkt dahin ohne Umsteigen fahren, wenn parallel gleich zwei(!) Eurostar-Züge ab Bologna das gleiche Ziel ansteuern…. und die auch um einiges teurer sind?

Also heisst jetzt die Devise, 90 Prozent der Fahrgäste müssen in Bologna aussteigen und, je nach Reservierung innerhalb von 14 oder 25 Minuten sich dort mit Gepäck durch den Tunnel quälen und in den teueren Eurostar umsteigen.

Der “Michelangelo” zockelt derweil als Geisterzug gen Rimini. Für mich und hoffentlich viele andere andere auch der Top-Aufreger!
Ich nenne das Beutelschneiderei und totale Missachtung des Kunden.
Mal sehen, vielleicht gehen ja genug Beschwerdebriefe in Rom ein und es ändert sich wieder zum Guten. Aber wie ich die Eisenbahnmanager
(das ist wohl nicht so das richtige Wort…) weltweit so kenne, stellen die den Zug eher komplett ein als einen Fehler zuzugeben.
Der Trick ist altbekannt: Eben mal ab Bologna bis Rimini Fahrgastzählungen durchführen und überraschend feststellen, das da ja keiner mitfährt und schon isser weg.
Bin mal gespannt!
Nachtrag November 2010:
es scheint, als solle ich recht behalten. Alle EuroCity Züge von und nach Italien werden jetzt als DB/ÖBB EuroCity gefahren also nicht mehr von FS trenitalia. FS ist bockig und verkauft dafür keine Tickets! Für die ist das jetzt quasi ein Privatzug, entsprechend einfacher ist es jetzt, freie Plätze zu finden.