18. April 2008

Narbonne!

Wieder ist es mal so weit, ich darf wieder Bahn fahren! Hepp….. ganz vornehm, heute werde ich Schlafwagenschaffner.
Karlheinz im Schlafwagen

Nach Fronkreisch…Fronkreisch! Uiii!

Narbonne heisst das Ziel. Wie bitte? Bonn? Nee, Naaaar-bonn gesprochen, liegt so auf halbem Wege zwischen Avignon und spanischer Grenze am Mittelmeer. Nettes kleines Städtchen, mit Markthalle und allem was so dazugehört.
Zuglaufschild Narbonne

Früher mal, da durfte man als neuer “Lachs” (interne Bezeichnung für reine Serviceleute ohne betriebliche Aufgaben) in den ersten Jahren nicht mal an Schlafwagen denken. das war so was Elitäres und nur “Oberschaffnern” und ähnlich höhergestellten Persönlichkeiten  vorbehalten. Schon am Bahnsteig galt es wohl, einen gehörigen Abstand einzuhalten….

Nun, wie es auch sei, Klaus und ich sind heute Schlafwagenlachse im Wagen 102. Gottseidank nicht so voll, so das genügend Zeit auch für Fotosessions bleibt.

Ich darf da so Frondienste leisten wie Frühstücke basteln:
Karlheinz bastelt Frühstücke

 Nachtwache halten und so.
alles schläft, nur einer wacht

Und, ich muss mich um Giacomo kümmern, der ist noch immer ganz geplättet von seinem vorigen Leben. Aber er wird gut in die Gemeinschaft aufgenommen, so wie ich auch.  Halt ein tolles Team, das jeden Spass mitmacht.
Karlheinz und Giacomo

Ich habe Giacomo kennengelernt, Klaus kam ins Gespräch mit Arne. Der Gute hatte zwar irgendwie den Easyjob schlechthin im Zug, lediglich mal durchgehen und Fragebögen an die Reisenden verteilen, später die Dinger wieder einsammeln. Und dazwischen? Hätte er die ganze Zeit einsam und verloren in seinem Schlafwagen Miniabteil gehaust und sich gelangweilt. Weil stundenlang DVD´s gucken ist ja auf Dauer auch langweilig.

Aber weil der Junge einen sympatischen und lockereren Eindruck machte dennoch irgenwie verloren wirkte (Erinnerungen an Giacomo werden lebendig), haben wir ihn  einfach mal so behandelt, als wäre er zum Team gehörig und ihn ins Gemeinschaftsleben miteinbezogen. Personalessen, Gespräche und so. Ich möchte im umgedrehten Falle auch so behandelt werden, also eigentlich eine Selbstverständlichkeit!

Und der erste Eindruck von ihm war richtig, das hat richtig Spass gemacht, ich mag unkonventionelle Leute.

Ich weiss nicht so recht, ob er gedacht hat, Klaus hätte eine mittelgrosse Klatsche mit uns beíden blauen und grünen Figuren, ist ja auch zugegeben nicht soooo üblich. Aber ich denke, wir kleinen Stofflichen haben Eindruck hinterlassen. Mal sehen, ob er den Beitrag liest und einen Kommentar hinterlässt?!

Auch unter den Mitreisenden gab es , höflich gesagt, unkonventionelle Typen…. ein barocker Motorradfahrer aus Schweden, mit T-Shirt Aufdruck  ”Fuck”, ich geb´s hier aus Anstandsgründen mal nicht wieder, morgens in Avignon am Bahnsteig in smaragdgrüner kurzenTurnhose und weissem Shirt, hat für Gesprächsstoff gesorgt. Seine Frau fand das wohl nicht ganz so prickelnd, liess ihn aber gewähren. man sieht es wieder einmal, der Tiergarten des Lieben Gottes ist sehr artenreich!

Hey, ich habe auch per Mikrophon Durchsagen im Zug  gemacht, und habe per Fragebogen ein dickes Lob bekommen…unter Punkt “Information über Fahrtverlauf etc” habe ich einen Einser bekommen, während der Rest vom Team “nur” überall einen “Zweier” bekam. Da hatte ich ja direkt Grund zum Angeben!!! Das das nur ein Fragebogen war, habe ich mal verschwiegen, habe doch glatt einen gefunden, wo sich jemand erdreistete, nur einen “Dreier” zu vergeben. Schändliche Tat das! Aber da stehe ich doch drüber und habe Arne auch diesen Bogen  mitgegeben.

Klaus sagt: “Auf alle Fälle mal dicken Dank an die Kollegen, die meine Spinnereien so mitmachen. Sylke und Josef sowieso.”

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