22. März 2008

der grüne Hügel Aventin und Feier der Osternacht in San Ignazio

Kategorie: ROM! | Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen — karlheinz @ 20:26

Heute starten wir wieder unverdrossen, trotz noch andauerndem Dauerregen in die Stadt, heute auf dem programm der grüne Aventin Hügel, direkt an der berühmten rennbahn Circus Maximus gelegen. Links vom Circus erhebt sich der Palatin mit den Ruinen der Kaiserpaläste, auf der anderen Seite der Aventin.

Beginnen wir am Platz davor, mit der mächtigen Mazzini-Statue(einem der Einiger italiens 1870) vorbei an dem wunderbaren Rosengarten. Hier blühen hunderte verschiedene Sorten Rosen, leider erst ab Frühjahr…..

Es ist herrlich still hier, vielleicht auch wegen des Regens, der auch frische Luft beschert. Wir passieren einen Park mit einer grossen Terasse, die einen herrlichen Blick über Trastevere nach St. Peter ermöglicht.

Ein trockenesPlätzchen bietet dann die alte Kirche Sta. Sabina, mit einem Kloster daran, wo die Dominikaner ihren Hauptsitz haben.

Unser geistlicher Begleiter, ein sehr sympatischer Professor aus Indien, der an der Päpstlichen Universität Grogriana lehrt, hält in einer Seitenkapelle eine kleine Andacht.

Ein Schatz dieser Kirche ist übrigens ein uraltes Holzportal, noch aus dem 5.Jahrhundert(!), mit der ersten bildlichen Darstellung einer Kreuzigungsszene überhaupt.

Weiter geht es zum grosen Platz, schwerbewacht von Carabinieri, da gegenüber die Residenz des ägyptischen Botschafters liegt. Wir aber wollen durchs Schlüsselloch schauen. Tut man ja eigentlich nicht, aber hier ist es mal ausdrücklich erlaubt. Man sieht etwas sehr Schönes: Man schaut durch den schönen Garten des Malteser Ordens auf die Peterskuppel. Wo hat man das schon….das man über 3 Staatsgebiete durch ein Schlüsselloch schaut?! Souvräner Malteserorden, über Stadt Rom(Italien) zur Peterskirche (Vatikanstaat)

Gleich gegenüber liegt San Anselmo, die Hauptkirche der Benediktiner. Die Kirche ist zwar relativ neu, ca 100 jahre alt, aber der Park ist nett, es gibt ein benediktinisches WC-Häusl, das dankbar angenommen wird und einen gut sortierten Klosterladen.

Wir verlassen den Aventin und schauen mal zur Kirche wo sich im Vorhof alle japanischen Gruppen zum Fototermin einstellen. Hier findet sich der berühmte “Mund der Wahrheit, Bocca della verita, der jedem, der seine Hand in den Schlund steckt und dabei die Unwahrheit spricht, die hand abbeisst. Bekannt als Filmszene im Spielfilm “Ein Herz und eine Krone”

Bei strömenden Regen entern wir einen Stadtbus und fahren ein paar Stationen und “retten uns” in die Kirche Il Gesu, der Hauptkirche der Jesuiten. Das ist unserem Geistlichen ein Bedürfnis, da auch er Jesuit ist.

Der Regen lässt nach und wir spazieren weiter zum Campo dei Fiori, dem “Blumenmarkt”, tatsächlich noch ein ursprünglicher römischer Wochenmarkt, wo auch wirklich der vielzitierte “Mann von der Strasse” einkauft.

Wir beenden den Rundgang mit einem Mittagessen im Selfsevice des Vatikans, viele sind schon zwischenzeitlich wegen des Regens ins Hotel gefahren.

19:00 Der Bus fährt uns wieder in die Stadt, zum Largo Argentina, von dort sind es noch 5 minuten zu Fuss bis zur Kirche San Ignazio, in der die Osternacht gefeiert wird. San Ignazio ist die zweite grosse Jesuitenkirche in Rom und wird betreut von den Studenten des Collegium Germanicum et Hungaricum, die wirklich für den Ablauf eines würdigen und ergreifenden Ostergottesdienst sorgten.

Unsere Gruppe war die erste bp-Gruppe, die dort eintraf, wenige Minuten kam dann auch Siegfried mit seiner Fluggruppe dazu , schön, ihn nochmals wiederzusehen.

Die hl. Messe begann mit dem Einzug der Geistlichkeit in eine total dunkle, nur von Kerzen der Gemeinde erleuchteten Kirche. Schon das war ein ergreifender Moment.
San Ignazio  im Dunklen, kurz vor dem Einzug der Geistlichkeit zur Feier der Osternacht

Kurz nach Beginn bin ich nochmals hinausgegangen, um zu checken, wo genau uns der Bus am Ende abholen wird, die Busfahrerin nannte mir einen Treffpunkt, den ich nicht ganz genau kannte. Bevor ich mich nun blamiere, weil ich den Treffpunkt nicht finde,schaue ich doch lieber mal nach, gell?! Ok, leicht zu finden und zurück in die Kirche.

Da werde ich mehr als herzlich begrüsst von einem der o.g. Studenten mit den Worten “Schön, das Sie da sind”

Ich wiederhole,

“Schön, das Sie da sind”

Wo bekommt man das noch zu hören???? Gelebtes Christentum! Ich habe am Ende noch kurz Gelegenheit mich mit ihm zu unterhalten und lade ihn für den nächsten Tag zu einem Gläschen ein, auch um etwas mehr über seine Gemeinschaft zu erfahren.

Nach einer sehr würdigen Feier der Osternacht fahren wir dann gegen 23:00 zurück ins Hotel und beenden einen -trotz Regenwetters - schönen Tag.

weiterlesen… Ostersonntag: Urbi et Orbi 

21. März 2008

Karfreitag in Rom

Kategorie: ROM! | Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen — karlheinz @ 22:05

Ein besonderer Tag, Karfreitag in Rom!

Erstaunlicherweise ist dieser Tag in Italien kein Feiertag, sondern ein ganz gewöhnlicher Werktag! Aber bevor wir in diesen Tag starten werde ich gefragt:
Was macht für Sie die Faszination von Rom aus und ich antworte, es ist das Leben mit der Geschichte. Rom ist wie eine Zeitmaschine, man wandert durch jahrhunderte und Jahrtausende, aber die Monumente sind greifbar und werden ganz selbstverständlich ins Leben mit einbezogen. Nur ein kleines Beispiel dafür sei ein simpler Blumenkübel im Park unseres Hotels. Der geneigte Leser wird jetzt fragen, was ist an einem Blumenkübel denn so Tolles? Nun, ausser daß das Teil schon über 1500 Jahre auf dem Buckel hat und ein antiker Sarkoparg ist eigentlich nichts…. bei uns wäre das Teil schon im Museum gelandet, steng bewacht vielleicht, mit nem happigen Eintritt…hier ist es “nur” ein oller Blumenkübel….
antiker Sarkopharg als Blumenkübel im Park des Torre Rossa Park Hotel Rom

Eine gute Pilgergruppe beginnt natürlich einen solchen tag mit der Besichtigung des Petersdomes. Da ist natürlich einiges los. Eine drangvolle Enge darin, obwohl die Kirche natürlich riesig ist, so ist für die osterfeierlichkeiten der gesamte Mittelteil abgesperrt und das Gedränge natürlich um einiges grösser.

Auf dem Petersplatz führt uns eine Schaustellertruppe das Karfreitagsgeschehen “live” vor Augen
Kreuzigungsszene am Petersplatz Rom

Weiter geht´s mit Geschichte, wir besuchen die Katakomben, genauer gesagt, die Kalixtus Katakomben. Ein Geistlicher, Typ rheinische Frohnatur, erklärt der Gruppe die Zusammenhänge, gerade durch seinen Humor dabei ist es für alle verständlich und ein Erlebnis! Zu uns stösst noch eine weitere bp-Gruppe, die mit dem Flugzeug da ist. Und: Grosse Freude:

es gibt noch “alte Schlachtrösser” aus alten Zeiten als Reiseleiter, dier Leiter dort ist Siegfried Dirsch, den Klaus vor über 10 Jahren zuletzt gesehen hat. Die Welt ist oft sehr klein, gerade in Rom!

Nun beginnt es zu regnen, kein gutes Vorzeichen für den Abend…. Wir fahren zum Kolloseum um die Karfreitagsprozession des Papstes mitzuverfolgen. Und es regnet immer heftiger, man sieht den Papst vor lauter Schirmen nicht…. Wahre Sintfluten ergiessen sich über Rom, ich staune bis heute, das ich mir keine Riesenerkältung eingefangen habe. Dennoch: es war für die Leute ein Erlebnis!
der verregnete Platz vor´m Kolloseum während der Karfreitagsprozession des Papstes

weiterlesen: Aventin und mehr 

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