Heute starten wir wieder unverdrossen, trotz noch andauerndem Dauerregen in die Stadt, heute auf dem programm der grüne Aventin Hügel, direkt an der berühmten rennbahn Circus Maximus gelegen. Links vom Circus erhebt sich der Palatin mit den Ruinen der Kaiserpaläste, auf der anderen Seite der Aventin.
Beginnen wir am Platz davor, mit der mächtigen Mazzini-Statue(einem der Einiger italiens 1870) vorbei an dem wunderbaren Rosengarten. Hier blühen hunderte verschiedene Sorten Rosen, leider erst ab Frühjahr…..
Es ist herrlich still hier, vielleicht auch wegen des Regens, der auch frische Luft beschert. Wir passieren einen Park mit einer grossen Terasse, die einen herrlichen Blick über Trastevere nach St. Peter ermöglicht.
Ein trockenesPlätzchen bietet dann die alte Kirche Sta. Sabina, mit einem Kloster daran, wo die Dominikaner ihren Hauptsitz haben.
Unser geistlicher Begleiter, ein sehr sympatischer Professor aus Indien, der an der Päpstlichen Universität Grogriana lehrt, hält in einer Seitenkapelle eine kleine Andacht.
Ein Schatz dieser Kirche ist übrigens ein uraltes Holzportal, noch aus dem 5.Jahrhundert(!), mit der ersten bildlichen Darstellung einer Kreuzigungsszene überhaupt.
Weiter geht es zum grosen Platz, schwerbewacht von Carabinieri, da gegenüber die Residenz des ägyptischen Botschafters liegt. Wir aber wollen durchs Schlüsselloch schauen. Tut man ja eigentlich nicht, aber hier ist es mal ausdrücklich erlaubt. Man sieht etwas sehr Schönes: Man schaut durch den schönen Garten des Malteser Ordens auf die Peterskuppel. Wo hat man das schon….das man über 3 Staatsgebiete durch ein Schlüsselloch schaut?! Souvräner Malteserorden, über Stadt Rom(Italien) zur Peterskirche (Vatikanstaat)
Gleich gegenüber liegt San Anselmo, die Hauptkirche der Benediktiner. Die Kirche ist zwar relativ neu, ca 100 jahre alt, aber der Park ist nett, es gibt ein benediktinisches WC-Häusl, das dankbar angenommen wird und einen gut sortierten Klosterladen.
Wir verlassen den Aventin und schauen mal zur Kirche wo sich im Vorhof alle japanischen Gruppen zum Fototermin einstellen. Hier findet sich der berühmte “Mund der Wahrheit, Bocca della verita, der jedem, der seine Hand in den Schlund steckt und dabei die Unwahrheit spricht, die hand abbeisst. Bekannt als Filmszene im Spielfilm “Ein Herz und eine Krone”
Bei strömenden Regen entern wir einen Stadtbus und fahren ein paar Stationen und “retten uns” in die Kirche Il Gesu, der Hauptkirche der Jesuiten. Das ist unserem Geistlichen ein Bedürfnis, da auch er Jesuit ist.
Der Regen lässt nach und wir spazieren weiter zum Campo dei Fiori, dem “Blumenmarkt”, tatsächlich noch ein ursprünglicher römischer Wochenmarkt, wo auch wirklich der vielzitierte “Mann von der Strasse” einkauft.
Wir beenden den Rundgang mit einem Mittagessen im Selfsevice des Vatikans, viele sind schon zwischenzeitlich wegen des Regens ins Hotel gefahren.
19:00 Der Bus fährt uns wieder in die Stadt, zum Largo Argentina, von dort sind es noch 5 minuten zu Fuss bis zur Kirche San Ignazio, in der die Osternacht gefeiert wird. San Ignazio ist die zweite grosse Jesuitenkirche in Rom und wird betreut von den Studenten des Collegium Germanicum et Hungaricum, die wirklich für den Ablauf eines würdigen und ergreifenden Ostergottesdienst sorgten.
Unsere Gruppe war die erste bp-Gruppe, die dort eintraf, wenige Minuten kam dann auch Siegfried mit seiner Fluggruppe dazu , schön, ihn nochmals wiederzusehen.
Die hl. Messe begann mit dem Einzug der Geistlichkeit in eine total dunkle, nur von Kerzen der Gemeinde erleuchteten Kirche. Schon das war ein ergreifender Moment.

Kurz nach Beginn bin ich nochmals hinausgegangen, um zu checken, wo genau uns der Bus am Ende abholen wird, die Busfahrerin nannte mir einen Treffpunkt, den ich nicht ganz genau kannte. Bevor ich mich nun blamiere, weil ich den Treffpunkt nicht finde,schaue ich doch lieber mal nach, gell?! Ok, leicht zu finden und zurück in die Kirche.
Da werde ich mehr als herzlich begrüsst von einem der o.g. Studenten mit den Worten “Schön, das Sie da sind”
Ich wiederhole,
“Schön, das Sie da sind”
Wo bekommt man das noch zu hören???? Gelebtes Christentum! Ich habe am Ende noch kurz Gelegenheit mich mit ihm zu unterhalten und lade ihn für den nächsten Tag zu einem Gläschen ein, auch um etwas mehr über seine Gemeinschaft zu erfahren.
Nach einer sehr würdigen Feier der Osternacht fahren wir dann gegen 23:00 zurück ins Hotel und beenden einen -trotz Regenwetters - schönen Tag.


